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Rosenjahre

Eine Lesung mit Jasmin Tabatabai
25.September, 20:00 Uhr, Stadtgarten Köln
Eintritt: 8,- EUR (nur Abendkasse, kein Vorverkauf)

„Ich liebe beide Heimaten“

Vom Oktoberfest nach Teheran und zurück
Am 25. September war Jasmin Tabatabai unser Gast und las vor einem begeisterten Publikum aus ihrem Buch „Rosenjahre – Meine Familie zwischen Persien und Deutschland“.

Die Kölner Bürgermeisterin Angela Spizig eröffnete diesen besonderen Abend im Kölner Stadtgarten, der trotz sommerlicher Temperaturen bis zum letzten Platz gefüllt war, und überraschte die Anwesenden mit einer persischen Begrüßung: „Schab be kheir, Guten Abend!“ Als eine Unterstützerin der ersten Stunde begleitet sie den DIWAN von Anfang an - und freute sich sichtlich über die positive Resonanz, die der Verein in so kurzer Zeit in Köln und darüber hinaus ausgelöst hat.

Sie outete sich als Kennerin der iranischen Szene in Köln - und gab sogar zu, davon gehört zu haben, dass Perser auch einmal gerne zum Frühstück einen Schafskopfeintopf löffeln.

„Rosenjahre" ist nicht nur Jasmins Geschichte, es ist auch die Liebesgeschichte ihrer Eltern: Ihre Mutter Rose, eine Deutsche, lernt in den 50er Jahren auf dem Münchner Oktoberfest ihren Vater, einen Iraner, kennen und zieht mit ihm nach Teheran. Ein Land, das Rose einfach so mal besuchen wollte, wie sie später sagte, wo sie dann aber resolut und schnell handelte - und heiratete - und blieb! Mit viel bayerisch-persischem Humor präsentierte die Schauspielerin ganz persönliche Einblicke eines Lebens, das zwei Perspektiven verbindet: Ein deutsch-iranischer Blickwechsel auf kulturelle Eigenheiten, amüsante Familienanekdoten und historische Zusammenhänge. Spätestens als Jasmin die unvergleichlich persische Art nachahmte, wie Iraner Begriffe mit vielen Konsonanten lesen - aus "Gregory Peck" wird dann auch mal "Geregurypekk" - hatte sie das Publikum auf ihrer Seite....

„Du bist Schauspielerin, Du singst und schreibst. Wirst Du auch inszenieren?“ – „Oh nein, bloß nicht! Dieses Feld überlasse ich gerne euch!“, so Tabatabai im anschließenden Gespräch mit Golineh Atai und Ali Samadi Ahadi, in dem sie sich außerdem zu ihren „zwei Heimaten“ bekannte. Wir begrüßen Jasmin als neues DIWAN-Mitglied - und freuen uns darauf, sie bald wieder in Köln beim DIWAN zu sehen. Wer nicht so lange warten möchte: Am 25. Oktober gibt sie in Düsseldorf ein Jazz-Konzert.

Fazit: Wir haben eine Stunde überzogen, aber es hat sich gelohnt! Ein gelungener Abend, der außerdem von Pejman Keyvani am Flügel perfekt umrahmt wurde.


Bildergalerie


Die deutsch-iranische Schauspielerin Jasmin Tabatabai liest aus ihrem Buch „Rosenjahre. Meine Familie zwischen Persien und Deutschland.“. Mit beeindruckenden Bildern und viel Humor erzählt sie vom Zauber ihrer iranischen Heimat und von ihrer Familie zwischen zwei Welten.

Mit nicht einmal zwanzig Jahren beschließt Jasmins Mutter Rosemarie, ihrer ersten großen Liebe in den Iran zu folgen. Plötzlich findet sie sich in einer anderen Welt wieder: in prächtigen Moscheen, einfachen Bauernhütten und auf den Bazaren Teherans. Fast überall begegnen ihr die Menschen mit einer liebenswerten Mischung aus Neugier und Herzlichkeit - vor allem in der Großfamilie Tabatabai.

Angefangen hat alles auf dem Oktoberfest, wo die schüchterne Rosemarie 1956 den persischen Unternehmer Modjtaba kennenlernt. Allen Widerständen zum Trotz folgt sie ihm in seine Heimat - der Beginn einer faszinierenden Liebesgeschichte. In Teheran bringt sie vier Kinder zu Welt, darunter ihre Tochter Jasmin. Gemeinsam verbringt die Familie erlebnisreiche Jahre im Orient - bis die islamische Revolution alles verändert.

Jasmin Tabatabai, geboren 1967 in Teheran, ist eine der erfolgreichsten Film- und Theaterschauspielerinnen Deutschlands. Auch als Musikerin feiert sie Erfolge. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin. Die Briefe ihrer deutschen Mutter aus Iran an die Großmutter brachten die Schauspielerin auf die Idee, „Rosenjahre“ zu schreiben.

Musikalisch wird dieser Abend von Pejman Kayvani am Klavier begleitet.

Die Schauspielerin wird im Anschluss von Ali Samadi Ahadi interviewt.

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